Erektionsstörung: Probleme mit Erektionen im Alter

Erektionsstörung: Probleme mit Erektionen im Alter

Ratgeber zu Erektionsproblemen bei Männern über 30

Das Tabuthema Nummer Eins unter Männern ist die Impotenz. Keiner redet darüber und auch die Partnerin wird oft nicht eingeweiht. Da werden Ausreden erfunden, wieso, weshalb und warum es jetzt gerade nicht geht oder der Penis wieder schlaff wird. Dabei kann eine Erektionsstörung viele Ursachen haben. Um eine gesicherte Diagnose und damit auch die richtige Therapieform zu finden, sollte der Mann recht frühzeitig einen Arzt aufsuchen und sich von ihm untersuchen lassen. Nur so können körperliche Ursachen behandelt oder ausgeschlossen werden. Eine erektile Dysfunktion kann der Mann auch bekommen, wenn er psychischen Belastungen ausgesetzt ist oder bestimmte Medikamente nehmen muss.

Das hilft gegen Erektionsprobleme:
Ernähre dich gesund und bewusst, halte dich körperlich und seelisch fit, gehe öfter an die frische Lust und sorge für einen ausgewogenen und entspannten Schlaf.
Das solltest du vermeiden:
Falls du Raucher bist, hör auf damit! Lass ungesundes und fettiges Essen weg, nimm dir die Zeit dich häufiger zu entspannen und vermeide unnötigen Stress!

Wann liegt eine Erektionsstörung vor, die behandelt werden sollte?

Ein Mann, der zwei- oder dreimal keine Erektion bekommt, ist noch lange nicht impotent, sondern völlig gesund. Der Mythos „Männer können immer!“ hält sich ziemlich hartnäckig. Dabei spielen auch beim Mann das Gefühl und die Erregung eine wichtige Rolle, um eine Erektion zu bekommen. Erst wenn der Mann regelmäßig eine kippende Erektion hat oder der Penis gar nicht mehr steif wird, spricht der Fachmann von einer erektilen Dysfunktion.

Was sind die Ursachen für eine Erektionsstörung?

Eine Erektionsstörung kann organischen Ursachen haben. Auslöser hierfür können Diabetes, Prostatakrebs, Beckenbodenschwäche oder Operationen im kleinen Becken sein sowie Arteriosklerose. Auch bestimmte Medikamente verursachen als Nebenwirkung eine erektile Dysfunktion und vermindern die Libido.

  • Keine Zigaretten: Hör auf zu Rauchen!
  • Fitness: Häufiger zu Fuß gehen hilft.
  • Lass eine Vasektomie durchführen.
  • Gesunde Ernährung ist besonders wichtig. Achte darauf.

Wer unter psychischen Druck oder enormen Stress steht, beruflich und privat unter Leistungsdruck leidet, Konflikte in der Beziehung aushalten muss und Angst vor Intimität und einem dadurch verbundenen Versagen hat, gerät schnell in den Strudel der Erektionsprobleme. Das alles alleine wäre noch gar nicht so schlimm, wenn die Probleme überhand nehmen, setzt sich der Mann immer mehr unter Druck, bis schließlich gar nichts mehr geht.

Der Ursache auf der Spur: Um die Ursache für die Erektionsstörung herauszufinden, muss der Mann zunächst sein Leben begutachten und eventuell vorhandenen Stress abbauen. Reicht dies nicht oder glaubt er, die Potenzprobleme haben eine körperliche Ursache, sollte er möglichst frühzeitig einen Urologen aufsuchen, der ihn körperlich untersucht. So können körperliche Ursachen schnell erkannt und gezielt behandelt werden. Spontanerektionen in der Nacht sind der beste Beweis dafür, dass keine körperliche Ursache vorliegt. Für psychische Ursachen muss der Mann einen Psychologen aufsuchen und mit ihm über die Flaute im Bett sprechen. Oft kann in diesem Fall eine Gesprächstherapie helfen und der Mann die Auslöser beseitigen.

Doch nicht nur körperliche und psychische Ursachen verhindern eine Erektion, sondern auch bestimmte Medikamente. Dazu zählen Arzneimittel gegen Bluthochdruck, koronare Herzerkrankungen, Gefäßleiden und viele Neuroleptika und Antidepressiva. Da viele Arzneien nicht einfach abgesetzt werden können, bleibt dem geplagten Mann nichts anderes übrig, als sein Leiden hinzunehmen. Wirklich? Nein. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, einer erektilen Dysfunktion entgegenzuwirken.

Was hilft gegen Erektionsprobleme?

Wenn die Ursache der Erektionsstörung nicht zu beseitigen ist, weil der Mann auf die bestimmten Medikamente angewiesen ist, den Stress in seinem Leben nicht reduzieren kann oder das körperliche Problem nicht behandelbar ist, kann der Mann auf Hilfsmittel zurückgreifen. Das bekannteste Mittel als Hilfe zur Selbsthilfe ist Sildenafil. Dieser Wirkstoff ist besser bekannt als kleine, rautenförmige Tablette mit dem Namen Viagra. Die blaue Tablette bewirkt, dass mehr Blut in die Schwellkörper vom Penis gepumpt wird und verhindert gleichzeitig den schnellen Blutabfluss, der den Penis wieder erschlaffen lassen würde. Das Rezept für Viagra bekommt der Mann vom Arzt, da dieses Medikament verschreibungspflichtig ist.

Welche Therapieverfahren kommen in Frage?

Wer jedoch unter einer Beckenbodenschwäche oder einem Hormonmangel leidet, dem hilft Sildenafil leider auch nicht. Wer nicht gleich auf die chemische Keule zurückgreifen möchte, findet in den pflanzlichen Potenzmitteln sanfte Hilfe. Die Homöopathie hält dafür „Turnera diffusa“ bereit, welches auch unter dem Namen „Damiana“ bekannt ist. Es wird eingesetzt bei Erektionsproblemen, Libido- und Orgasmusschwierigkeiten bei Mann und Frau sowie bei Scheidentrockenheit und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr. Das Mittel gibt es als Teezubereitung und in einigen pflanzlichen Potenzmitteln. Wenn der Mann zu wenig Testosteron besitzt, ist eine Therapie mit Hormonen sinnvoll. Sobald der Mangel ausgeglichen ist, stellt sich auch die Erektion wieder zur vollen Zufriedenheit ein. Testosteron gibt es als Spritze zum Einbringen in den Muskel und in Gelform zum Auftragen auf die Haut.

Erektionsstörungen beheben

Seelische Ursachen gehören in die Hände eines erfahrenen Therapeuten. Da der Grat zwischen seelischer und körperlicher Ursache oft sehr schmal ist, ist eine Selbsthilfe hier nicht angezeigt. Ein Sexualtherapeut hat deutlich mehr Erfahrungen um die Ursache der Erektionsprobleme herauszufinden und zu beseitigen. Aus Scham nicht zu einer Psychotherapie zu gehen, ist eindeutig der falsche Weg und führt nur noch weiter in den Kreislauf aus Frust und Potenzstörung. Therapien, die ärztlich verordnet sind, werden durch die Krankenkasse bezahlt.

Wer sich selber unter Druck setzt, weil er beim Sex nicht versagen will, sollte diese Probleme zusammen mit seiner Partnerin angehen. Das schafft Vertrauen und eine lockere Atmosphäre. Wichtig ist ein verständnisvoller Partner und absolute Ehrlichkeit, denn nur so kann der Mann seine Probleme und Ängste überwinden. Beim Sex muss es nicht zwangsläufig zum Geschlechtsakt kommen. Auch Streicheleinheiten, das Erkunden der erogenen Zonen und intensive Küsse können das Vertrauen des Mannes in seinen Penis wieder aufbauen und ihm ein schönes Erlebnis bescheren.

Weitere Informationen zu Erektionsstörungen:

Bildquelle: bigstock.at, Mila May, ID: 91574969